Akku im Wohnwagen

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Alea ETC 549
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Akku im Wohnwagen

Beitrag von Alea ETC 549 »

Hallo,
ich habe in meinem Troll einen zusätzlichen Akku, um im Sommer in Frankreich die teuren Stromkosten zu sparen. Kühlschrank geht dann ja auf Gas und so habe ich für die Wasserpumpe und ab und an kurzzeitig Licht genug Energie. Dieser Akku musste immer zum Laden rausgenommen werden und wurde in der Regel über 220 V geladen.
Da der alte Akku hinüber war, habe ich mir das neu machen lassen mit der Idee, dass der Akku im WW bleiben kann und immer automatisch mitgeladen wird bei der Fahrt bzw. wenn ich dann mal Strom nehme.
Nun hat mein Bastler (ein Profi der eine Oldtimerwerkstatt betreibt) das so geschaltet, dass der Akku quasi immer als erstes angesteuert wird bzw. alles darüber läuft.
Doch der Akku wird nun nie voll, was ich auch etwas logisch finde, da der Kühlschrank ja ne Menge frisst. Ich habe auch ein wenig den Eindruck, dass der Kühlschrank nun auf der Fahrt nicht mehr so richtig gut kühlt.

Nun weiß der gute Mensch langsam auch nicht mehr weiter und wir sind beide etwas frustriert.
Hat noch jemand eine Idee, was ich machen kann.

Am WE auf dem Eurotreffen hieß es, es brauche ein Relay. Das habe ich heute mit ihm besprochen. Er meint, dann würde ja immer nur eine Seite geladen, entweder Akku oder Kühlschrank. Das hört sich für mich logisch an. Aber im Prinzip sollen ja Kühlschrank und Akku beide glaichzeitig versorgt werden. Gibt es da eine Lösung??

Aléa
Troll Bj.82
Immer dahin, wohin es mich gerade treibt.
bummler
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Re: Akku im Wohnwagen

Beitrag von bummler »

Das Problem ist der Spannungsabfall über die in aller Regel zu knapp dimensionierte Leitung Akku/Kühlschrank zur Stromquelle des Zugwagens.

Dies ist auch der Grund, weshalb so manche mit der 12V-Kühlleistung ihres Kühlschranks unzufrieden sind. Nicht der Kühlschrank ist schuld, sondern die zu lange und zu dünne Leitung. Fließt nun zusätzlich ein Strom zur Ladung des Akkus, ist der Spannungsabfall noch größer und die Kühlleistung der Kühlschrankes noch schlechter.

Die Spannung, die am Ende der Leitung bei Belastung noch zur Verfügung steht, ist in aller Regel zu gering, um einen Akku vernünftig zu laden. Für ihn gilt das gleiche wie für den Kühlschrank. Die zusätzlichen 10 A, welche der Kühlschrank zieht, setzen die Spannung weiter herab.

Abhilfe bringt ein Spannungsanheber (zu deutsch: Booster). Der ist aber nicht so wirklich billig. Der sorgt dafür, dass brauchbare Spannungen anliegen (letztlich ein Gleichspannungswandler). Die gibt es mit integriertem Laderegler und Ausgang für weitere Verbraucher (z. B. Kühlschrank) im Campinghandel.

Und falls du das nicht schon hast, solltest du eine 13-polige Dose mit belegtem PIN "Zündungsplus" (Spannung nur bei laufendem Motor) installieren, damit es dir den Akku des Zugwagens beim Abstellen nicht leernuckelt (ist aber bei modernen Auto mit CAN-Bus auch nicht trivial, wenn es kein Pfuschlösung sein soll).

Gruß vom bummler

EDIT: Hups - da war noch jemand fleißig. Muss erst mal lesen, ob ich beipflichten kann.
EDIT2: Pflichte bei. Das zweite Plus an der13er Dose ist eh geschaltet (auch für den Kühlschrank, der nicht an Dauerplus liegen sollte).
Um nun beide Leitungen (zur Vermeidung großer Lasten) nutzen zu können, kannst du den Kühlschrank über ein Relais an Dauerplus legen, welches über Zündungsplus (=Ladeleitung) geschaltet wird. Moderne Kühlschränke tun das von Haus aus.

Und wenn du statt der 220 V die heute üblichen 230 V nutzt, dann hast du schon einen Leistungsgewinn von fast 10%.
Zuletzt geändert von bummler am 21.05.2013, 17:29, insgesamt 13-mal geändert.
Goose
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Re: Akku im Wohnwagen

Beitrag von Goose »

Um das vernünftig zu realisieren, sind einige Änderungen notwendig.

Zunächst einmal eine 13 polige Steckdose am Zugfahrzeug und den passenden Stecker am Wohnwagen nachrüsten.
Damit hat man dann zwei Plus-Pole in entsprechendem Querschnitt, einmal für den Kühlschrank und einmal für die Ladung der Batterie / den Bordstrom für Beleuchtung u.s.w.
Die Stromversorgung für den Kühlschrank sollte man über ein Trennrelais im Fahrzeug schalten, damit dieser nicht die Starterbatterie leerzieht. Der braucht wenn ich das richtig in Erinnerung habe über 10 Ampere, und wenn man dann mal 3 Stunden steht, dann dürfte die Starterbatterie im Zugfahrzeug schon ziemlich am Ende sein.

Problematisch für die Ladung der Zusatzbatterie im Wohnwagen ist, dass dort normalerweise keine ausreichende Ladespannung mehr ankommt. Das sind doch von der Lichtmaschine erhebliche Wege (insbesondere bei den heute üblichen Frontmotorfahrzeugen - ich habe das mit Heckmotor etwas besser :D ), und die Verluste durch die diversen Steckverbindungen inklusive der Streckdose tun ihr übriges. Dafür gibt es inzwischen Booster zu kaufen, die im Wohnwagen verbaut werden und die Ladespannung auf das benötigte Niveau anheben.

Ich selber habe in meinem PanT seit Jahren einen Kompressorkühlschrank drin, der während der Fahrt von der Zugmaschine mit Strom versorgt wird. Im Stand schaltetet der auf die Bordbatterien um, und bei anliegender Aussenspannung wird der über ein Netzteil versorgt und gleichzeitig die Batterien über ein eingebautes Ladegerät geladen. Und wenn keine Aussenspannung anliegt, dann wird ein Teil des verbrauchten Stromes über die Solaranlage nachgespeist.
Gruß
Hubert The Goose

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Sverigefan ETC 435
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Re: Akku im Wohnwagen

Beitrag von Sverigefan ETC 435 »

Hallo Aléa!

Wir haben bei unserm Familia damals auch auf 13polig, Trennrelais und Booster um-/aufgerüstet.
Jetzt beim Troll ist auch wieder Trennrelais und Booster drin. Kein Problem mit der Kühlleistung während der Fahrt und Laden der Batterie.
Pascal hat mittlerweile sogar noch ne Anzeige für den Ladezustand der Batterie eingebaut und sollte die Batterie doch mal leer werden, dann ist eh ein kleines Ladegerät an Bord.

Viele Grüsse
Birgit
Sverigefan ETC 435
(Die 3 aus dem Hegau mit Volvo V70 und Troll 540GT)
Roman
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Re: Akku im Wohnwagen

Beitrag von Roman »

Korrigiert mich, wenn ich Blödsinn rede. Aber bei dem Aufwand: Booster, eventuell noch Kabel nachrüsten an der 13-Pol-Dose, die Unsicherheit, ob die verbauten Kabel reichen für den Ladebooster und den Kühlschrank, 220 Volt Ladegerät,... ist es da nicht fast einfacher, ein Solarpanel aufs Dach zu knallen mit einem Laderegler vor der Batterie und gut ist?

Noch eine andere, günstige Lösung: Könnte man nicht die Batterie einfach herausnehmbar machen und zum Laden während der Fahrt ins Zugfahrzeug legen? Z.B. unter den Beifahrersitz. Würde dafür der Saft, der aus dem Zigarettenanzüder reichen? Man könnte dann auch immer ein bisschen laden, wenn man ohne WW einen Ausflug macht.
Achte immer auf den Horizont!
bummler
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Re: Akku im Wohnwagen

Beitrag von bummler »

Bei vielen franz. Plätzen gibt es ja einen Pauschalpreis, aus dem Elektrisch nicht heraus gerechnet werden kann. Ansonsten sind 3 EUR ein guter Ansatz.

Eine vernüftige Akku-Anlage kostet im Eigenbau um die 200 EUR (Photovoltaik viel teurer). Das amortisiert sich in La France dann nach gut 60 Übernachtungen.

Bei uns würde das nicht klappen, weil unser Gasvorrat die Zeit nicht überbrückt (Kühlschrank) und uns die Gasbeschaffung im Ausland zu umständlich ist. Zudem saugt der TV zu viel - auch wenn es nur die Stunden im Regen abends sind.

Für das gelegentlichr Übernachten ohne TV tut es der Starterakku des Zugwagens allemal.

Aber solche Lösungen sind ja fast nie rational begründet. Die Wirtschaftlichkeitsberechnungen haben oft viel mit Milchprodukten zu tun.

Wenn ich so eine Lösung wollte, würde der Akku bei Bedarf im Kofferraum stehen und das WoWa per 5 m Kabel angeschlossen, so wie wir das jetzt auch machen (selten).
Schrauber
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Re: Akku im Wohnwagen

Beitrag von Schrauber »

In Anbetracht der Kosten für vermeidbare Technik und meiner Überzeugung "weniger ist mehr" habe ich es für mich so gelöst:

Die Beleuchtung stelle ich über LED-Lampen sicher, für die ich Batterien beim Discounter kaufen kann. Wegen des kalten Lichts der LED-Lampen habe ich für eine Lampe, die ich auf den Tisch stellen kann (drinnen wie draußen) aus gelbem Papier einen Überzieher für das Leuchtmittel gebastelt. Und ich habe eine eine Gaslampe mit Stechkartuschen, die in der Übergangszeit auch ein bisschen tatsächliche Wärme abstrahlt.

Die Wasserversorgung kan man mit Pumpen sicherstellen, die mit 9-Volt-Blockbatterien betrieben werden, das ist mir aber auch schon zu viel Technik, ich habe es so gemacht:

http://www.eriba-touring-club.de/ETC-Fo ... 976#p88976

Auch wenn ich wegen der Legalität meistens auf Campingplätzen bin, will ich von deren Infrastruktur nicht abhängig sein, es muss auch auf der Festival-Wiese, dem Autobahnparkplatz oder in den griechischen Bergen funktionieren ...

Gruß, Schrauber
Lloydbrevett
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Re: Akku im Wohnwagen

Beitrag von Lloydbrevett »

bummler hat geschrieben:Bei vielen franz. Plätzen gibt es ja einen Pauschalpreis, aus dem Elektrisch nicht heraus gerechnet werden kann.

Eine vernüftige Akku-Anlage kostet im Eigenbau um die 200 EUR (Photovoltaik viel teurer). Das amortisiert sich in La France dann ach gut 60 Übernachtungen..

Bummler du übertreibst :lol:

Eine Solaranlage mit passenden Komponenten incl. Akku für gelegentliche TV Nutzung ist für ca 350,- bei Selbsteinbau zu realisieren. Gegen deine Gasknappheit könnte eine Gastankflasche helfen.

Aber wer zumeist auf CP mit Stromanschluss steht, und Strom vor dem Haus hat braucht das halt nicht. Das Nutzungsverhalten ist doch unterschiedlich.
Gruß Lloydbrevett
MarkusHe
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Re: Akku im Wohnwagen

Beitrag von MarkusHe »

Ich hatte ähnliche Anforderungen:
- Kühlschrank soll nur während der Fahrt oder auf 230V gehen
- Batterie soll vom Zugfahrzeug oder über 230V geladen werden
- Die Batterie soll Licht, Kühlschranklüfter, Wasserpumpe und Radio versorgen (also nur wenige Verbraucher)

Gemacht hab´ ich folgendes:
- Kühlschrank (12V) wird direkt an 12V vom Zugfahrzeug versorgt
- Einbau eines einfaches Schaltnetzteiles (14V/5A) zur Ladung der Batterie
- Einbau eines "Boosters" (Notebook-PKW-Netzteil) der die Batterie während der Fahrt lädt
(die beiden Batterielader sind über Dioden getrennt)
- Versorgung aller 12V-Verbraucher direkt von der Batterie
Bis jetzt tut das alles ganz wunderprächtig.....
Nebenbei: Die Batterie (12V,24Ah, Gel) hab´ ich "Unterflur" montiert - so hab´ ich keinen Platz in den Staukästen "verbraucht"!
´nen Schaltplan dazu wollt´ ich schon immer mal machen, beim "wollt" isses aber bisher geblieben...

Grüße aus Franken!
Markus
Roman
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Re: Akku im Wohnwagen

Beitrag von Roman »

MarkusHe hat geschrieben: - Einbau eines "Boosters" (Notebook-PKW-Netzteil) der die Batterie während der Fahrt lädt
:thumbs: Geniale Idee eigentlich! So ein Ding ist billig, ich hätte sogar noch eines. Hast du keinen Laderegler verbaut, oder ein Ladegerät? Was regelt überhaupt der Laderegler? Ich dachte, der hört auf zu laden, wenn er meint, die Batterie sei voll.

Zu den 350 Euro für die Solaranlage: Ich meine, diesen Preis schon mal gelesen/gerechnet zu haben. Beim Vergleich mit der Zugfahrzeug-Ladelösung muss man da dann noch den Booster abrechnen. Wenn man nun noch ein Kabel legen LASSEN muss, weil das Zugfahrzeug zu modern ist, als dass man das selber machen könnte, dann ist der Aufpreis für das Panel gegenüber dem Booster schnell überschritten.

Aber nur für Licht und Pumpe sehen ich immer noch keine Notwendigkeit für eine eigene Batterie im WW. Solange das Zugfahrzeug daneben stehen darf.
Achte immer auf den Horizont!
MarkusHe
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Re: Akku im Wohnwagen

Beitrag von MarkusHe »

Ich gar keinen Laderegler verbaut!
Wozu auch?
Wenn ich die Ladespannung begrenze (und das machen mein einfaches 230V-Schaltnetzteil und auch der Notebooknetzteil) dann fliesst ab ca. 14V sowieso kein Ladestrom mehr in den Bleiakku - der hat ja gerade seine Ladeschlussspannung erreicht.
Im Auto macht´s der Lima-Regler ja genauso: Der begrenzt die Spannung auch ca. 14V - und gut ist´s!
Feger ETC 421
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Re: Akku im Wohnwagen

Beitrag von Feger ETC 421 »

Roman hat geschrieben: Noch eine andere, günstige Lösung: Könnte man nicht die Batterie einfach herausnehmbar machen und zum Laden während der Fahrt ins Zugfahrzeug legen? Z.B. unter den Beifahrersitz. Würde dafür der Saft, der aus dem Zigarettenanzüder reichen? Man könnte dann auch immer ein bisschen laden, wenn man ohne WW einen Ausflug macht.
Bei uns steht dauerhaft ne Zweitbatterie im Auto. Zum Autark-Stehen muß dann halt nur der Wohni elektrisch mit dem Auto verbunden werden. Feddisch.
Keine Probleme mit den Ladeströmen, mit dem Nachladen der Batterie bei Wohni-Nichtnutzung und so weiter. Vom Troll her iss ja alles eh schon passend verkabelt.

Gruß, der Feger
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Roman
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Re: Akku im Wohnwagen

Beitrag von Roman »

Hat auch den Vorteil, dass der Akku nicht vom der Zuladung abgeht. Wo/wie hast du die denn angeschlossen im Auto?
Achte immer auf den Horizont!
Feger ETC 421
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Re: Akku im Wohnwagen

Beitrag von Feger ETC 421 »

Tja lieber Roman.

Dann will ich mal. Also naturgemäß hat unser Troll-Trecker seine Starterbatterie unterhalb des Fahrersitzes in der Sitzkiste. Da war bei unserm ab Werk ne 110 Ah von Delphi drinn, irgendwie so´n Geldingen oder so, findet man wohl auch bei Wasserfahrzeugen viel, von wegen Nutzung bei 45° Schräglage.

Jetzt sind in gleichem Raume zwei 85 Ah Gelbatterien drinn, diesmal um 90° gedreht, passen so juste rein. Die eine hat jetzt nur noch die Aufgabe das fahrzeug zu starten und alle normal zum Auto gehörenden Funktionen abzudecken (Licht, Radio, usw.) An der Zweiten hängen jetzt alle zusätzliche Verbraucher, Wassserstandheizung vom Auto, Zusatzsteckdosen, Funke, Zusatzscheinwerfer (letzere aus dem Grund, damit die Batterie auch öffters mal genutzt wird). Hier hängen dann natürlich auch Pin 9 und Pin 10 der AHK-Steckdose und somit die Wohnielektrik drann.

Angeschlossen sind die beiden parallel zueinander, die Zweite mit einem Lastrelais (glaube 100 A oder größer) in der Zuleitung von der Lima, welches ich mit einem einfachen Schalter betätige. Man kann das Relais natürlich auch über die Zündung laufen lassen, sprich wenn der Motor dreht werden sofort beide Batterien geladen. Aber ich wollte, grade wenn man mal im Winter nur mal nen paar Kurzstrecken hintereinander hat, gerne die Starterbatterie so schnell wie möglich voll haben und nicht zwei halbleere. wenn man dann mal wieder ne längere Strecke hat, Schalter an und alles iss wieder gut. Klappt jetzt so schon gute drei Jahre top. Bei 85 Ah fange ich auch nicht an, noch funktionierende Glühlampen im Wohni gegen LED´s zu tauschen.

Ich hoffe, Du kannst Dir unter meiner Beschreibung etwas vorstellen.

Gruß, der Feger

P.S.: Du hast weiter oben die Möglichkeit erfragt, ne Batterie übern Zigarettenanzünder zu laden. Aus meine laienhaften Elektrokenntnissen heraus würd ich sagen, das klappt nicht mal das erste Mal, dann iss der auf. Da können Ströme fließen, die kann der nicht ausshalten....
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MarkusHe
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Re: Akku im Wohnwagen

Beitrag von MarkusHe »

..zum Lader einer Batterie über den Zigarettenanzünder:
Wie der Feger richtig schreibt muss man da gut aufpassen, dass der Strom nicht zu groß wird - ansonsten würd´s super funktionieren.
Die einfachste Strombegrenzung ist ein Widerstand - und grundsätzlich tut´s das auch.
Beispielrechnung:
Der Ziganzünder ist mit 16A abgesichert. Wenn ich jetzt einen 1 Ohm-Vorwiderstand mit einbaue, dann fliesst bei 14V ein maximaler Strom von I=U/R=14V/1Ohm=14A ..und damit bleibt die Sicherung heil.
Nachteil: Die Ladezeit verlängert sich, der Akku wird aber trotzdem voll, weil mit zunehmender Ladung der Ladestrom sinkt und damit sinkt auch der Spannungsabfall an unserem Strombegrenzungswiderstand.
Aber Achtung: Wenn der angeschlossene Akku ziemlich leer ist, dann wird der Widerstand heiss:
Verlustleistung P=I²*R=(14A)²*1Ohm=196W! :shock:
Genau hier liegt der Hase im Pfeffer: Wir kriegen die Verlustleistng nicht so einfach in den Griff!
Als Alternative können wir den Strom noch weiter reduzieren (bei R=4Ohm haben wir I=U/R=14V/4Ohm=3,5A; P=I²*R=(3,5A)²*4Ohm=49W, also schon viel besser!
Noch ´ne Alternative: Wir nehmen eine Glühlampe mit ca. 55W als Strombegrenzung:
Bei leerem Akku leuchtet diese (optische Kontrolle), ist der Akku dann ziemlich voll, sinkt der Strom und die Lampe glimmt nur noch.
Grundsätzlich wird der Bleiakku auch mit Vorwiderstand immer voll - das ist nur eine Frage der Zeit.
Als Faustregel sollte der Ladestrom nicht unter 1/10 der Nennkapazität liegen. Bei einer 36AH-Batterie also bei ca. 3,6A.
Alle Klarheiten beseitigt... :roll:
Grüße aus Franken!
Markus
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